Altenberg


Das an der Dhünn in einem tiefeingeschnittenen Waldtal gelegene Kloster Altenberg wurde 1133 als Tochterkloster von Morimond gegründet. Das alsbald sehr erfolgreiche Kloster konnte fünf Tochterklöster gründen: Helmstedt-Mariental, Lekno, Lond an der Warthe, Zinna sowie Aulesburg-Haina. Durch sämtliche Kriege hindurch konnte das Kloster bis ins frühe 19. Jahrhundert bestehen, ehe es 1803 aufgelöst wurde und die letzten Mönche Altenberg verließen. Ein Brand vernichtete 1815 große Teile der Klostergebäude und ließ auch die Kirche als Ruine zurück. Aber schon 1834-47 wurde die Kirche auf Veranlassung König Friedrich Wilhelms IV. restauriert und anschließend wieder als Pfarrkirche genutzt. Die heute um das Kloster liegenden Gebäude, in denen sich die Jugendbildungsstätte Haus Altenberg befindet, stammen aus dem 19. Jahrhundert.
Die oft "Altenberger Dom" genannte Kirche ist eines der bedeutendsten und schönsten gotischen Denkmäler des Rheinlandes (und stellt meiner Meinung nach den nahegelegenen Kölner Dom deutlich in den Schatten...). Sie ersetzte die etwas kleinere romanische Kirche aus der Gründungszeit des Klosters. Die Arbeiten am Neubau zogen sich über lange Jahre hin: 1259 wurde der Grundstein gelegt, gegen Ende des 13. Jahrhunderts waren Chor und Querhaus fertiggestellt, aber erst 1379 konnte die Kirche geweiht werden.


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